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Tiefer Biss und tiefe Konfiguration

 

Referent(en) Dr. med. dent. Karin Habersack, Prof. dr. odont. Asbjørn Hasund
Kurstermin: 11. – 12.05.2018

Freitag:            09:00 – 17:00
Samstag:        09:00 – 17:00

Gebühr: € 685,– / Ass. € 685,–  incl. 19 % MwSt.
Die Kursgebühr beinhaltet ein Kursskriptum sowie die Bewirtungen in den Kaffee- und Mittagspausen
Fortbildungspunkte: gemäß BZÄK Richtlinien: 8+1+8+1
Kursinhalt:
In der kieferorthopädischen Diagnostik, Planung und Therapie kommt der vertikalen Relation eine Schlüsselrolle zu, was mit dem frei nach Schudy übersetzten Zitat: „Ohne vertikale Kontrolle ist es nicht möglich, eine gute sagittale Einstellung der Mandibula zu erreichen“ deutlich zum Ausdruck kommt. Die recht häufigen Tiefbiss-Befunde im Kauorgan stellen den Kieferorthopäden zunächst vor die Frage, ob es sich um einen dentoalveolär und/oder einen skelettal bedingten Befund handelt. Dabei kann eine vertikal tiefe Basenrelation mit transversalen ebenso wie mit sagittalen basalen Abweichungen einhergehen.
 
Der Charakter der Malokklusion wird durch ein akribisches Erfassen aller verfügbaren Parameter abgeklärt. Neben Funktionsanalyse, Fotostataufnahmen,  Orthopantomogramm und Kiefermodellen gibt das Fernröntgenseitenbild entscheidende Aufschlüsse. Die Individualisierte Kephalometrie zeigt an, in welchem Gesichtstyp der „tiefe Biss“ vorliegt und verdeutlicht die dentoalveolären, dentobasalen und basalen Verhältnisse.
 
Mit der Hasund-Analyse können dadurch wesentliche differenzialdiagnostische, wie therapierelevante Aussagen getroffen werden. Für jeden Patienten gilt es, die individuelle Wachstumsrichtung und das Potenzial anhand charakteristischer morphologischer Merkmale zu prognostizieren.
 
Behandlungskonzepte sind abhängig vom Stand der Dentitionsentwicklung. Bereits im Wechselgebiss bietet die Funktionskieferorthopädie bei gegebener Indikation eine effiziente Therapiemöglichkeit für die vertikale und sagittale Korrektur. Unterschiedliche FKO-Geräte, insbesondere die HANSA-Geräte nach Professor Hasund stehen dafür zur Wahl. Im bleibenden Gebiss steht unter Beachtung der Verankerungssituation die Straight-Wire-Technik zur Verfügung.
 
Die Biomechanik erfordert beim „tiefen Biss“ den Einsatz präziser, zielgerichteter Kraftkomponenten. Bereits beim ersten Bogen besteht auf Grund der Bracketangulierung die Gefahr einer weiteren Bissvertiefung, die durch einfache vertikale Stufenbiegungen verhindert werden kann. Das Tiefbiss-Management verfügt in Vikingerbögen über effiziente Elemente wie power-points, geteilte Giebel und weitere Intrusionsbiegungen.
 
Sind gnathisch chirurgische Umstellungsosteotomien geplant, betrifft dies auch die prächirurgische vertikale Einstellung. Ob die Spee ́sche Kurve vor der OP nivelliert wird, oder ob ein Dreipunktkontakt für deren postchirurgische Korrektur mittels vertikaler Elastiks erfolgt, wird zusammen mit dem MKG-Chirurgen festgelegt. Das interdisziplinäre Konzept erfordert gegenseitiges Verstehen, quasi eine gemeinsame Sprache, wobei hinsichtlich der Kephalometrie wiederum die Hasund-Analyse mit der anschaulichen Harmoniebox unschlagbar ist.
 
Nicht zuletzt ist die Wahl geeigneter Apparaturen in der Retentionsphase ausschlaggebend für ein langzeitstabiles Behandlungsergebnis. Im Kurs wird die Problematik des Tiefbisses umfassend erörtert und mit typischen klinischen Fallbeispielen belegt.
 
Im praktischen Teil sind gemeinsame Biegeübungen zum „Tiefbisspaket“ vorgesehen.
 
Kursorganisation:

Philipp-Pfaff-Institut
Fortbildungseinrichtung der Landeszahnärztekammern Berlin und Brandenburg
Aßmannshauser Str. 4 – 6
14197 Berlin
Tel. 030/414725-0
E-Mail: Info@Pfaff-Berlin.de

Anmeldung: Kursanmeldung Pfaff-Institut: Tiefer Biss – tiefe Konfiguration

Kursprogramm als PDF zum Download:  Kursprogramm Tiefer Biss – tiefe Konfiguration als PDF

Anmeldung

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